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Ort

1805  1866  1870
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Deutschland – Bayern – Oberbayern

Landkreis:

Landsberg am Lech

Gemeinde:

D-86919 Utting

Schönbachstraße

Als fünftgrößte Gemeinde ist Utting heute einer der bedeutendsten Orte im Landkreis Landsberg. Die Gemeindeflur wird etwa in der Mitte vom Mühlbach (im Mittelalter Weschach oder Weschbach genannt) durchflossen, an dessen Austritt in die Uferebene des Ammersees die Ortsgründung erfolgte. Der Fahrmannsbach im Norden wird 1602 als Grenze zwischen den Hofmarken Utting und Greifenberg bezeichnet.

Ortsteile: Achselschwang und Holzhausen

Gemeindeverwaltung

Utting Ortsplan

Allemannia Judaika

 



F R I E D H O F


KZ-Friedhof

In Utting wurde im Juni 1944 ein Arbeitslager errichtet, welches zum Verbund des KZ-Komplexes Kaufering (Dachauer KZ-Außenkommando) gehörte. Es existierte nur relativ kurze Zeit, nämlich bis April 1945, und war von der Organisation Todt geplant worden, der 1938 gegründeten und nach ihrem Leiter Fritz Todt benannten, staatlichen Vereinigung, die die Aufgabe hatte, militärische Bauvorhaben in Deutschland durchzusetzen. Im Landkreis Landsberg entstand so ein bis Utting reichender Verbund von insgesamt elf Lagern. Dorthin wurden hauptsächlich jüdische KZ-Häftlinge (vor allem aus den damaligen Ostgebieten) deportiert, um deren Arbeitskraft rücksichtslos auszunutzen. Die Nationalsozialisten nannten es Vernichtung durch Arbeit. Unter der Tarnbezeichnung Ringeltaube sollten drei gigantische, unterirdische Flugzeugfabriken entstehen, alle westlich bis nordwestlich von Landsberg gelegen, in denen man die Abfangjäger Me 262 bauen wollte. Es kam nie dazu.

Auf dem Gelände des Uttinger Lagers wurden Fertigteile für den Innenausbau dieser geheim gehaltenen Montagehallen hergestellt. Die Baufirma "Dyckerhoff & Widmann" war von der Organisation Todt beauftragt worden, das Uttinger Betonwerk zu betreiben. Die KZ-Häftlinge mussten von der Kiesgrube, die östlich der Straße nach Diessen lag, Schienen bis auf das Fabrikgelände verlegen; die fertigen Beton-Teile wurden dann mit der Ammerseebahn bis Kaufering bzw. Landsberg transportiert. Das KZ mit seinen rund 500 Häftlingen (nur Männer) befand sich zwischen Utting und Holzhausen, dort, wo nach dem Krieg die Schönbach-Siedlung entstand. Direkt daneben liegt heute die Uttinger Wertstoffsammelstelle, wo man damals die Lagerküche eingerichtet hatte.

Im April 1945, während der letzten Kriegstage, wurden die Häftlinge bei Kälte und Schnee gezwungen, Utting wieder zu verlassen. Sie mussten zuerst nach Dachau und dann Richtung Alpen marschieren (Todesmarsch). Viele starben unterwegs, manche wurden befreit und überlebten. Hieran erinnert das Mahnmal in der Holzhauser Straße, Einmündung Schönbachstraße.    (Quelle: Gemeinde Utting)


 

1805–1815

1866_1870/71

1914-1918

1939-1945

 

Eingereicht:

Hubert Joachim

Opfer:

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0

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27

 

Text:

Hubert Joachim

davon unbekannt:

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Foto:

Hubert Joachim

 

 

 

 

 

 

Erstellt am:

02.10.2011 H.J.

Kartenansichten:

KZ-Friedhof